Betreuung der Schwangeren und Neugeborenen

Vorsorgemassnahmen in Spitälern für Kinder und Jugendliche mit Verdacht oder mit einer bestätigten COVID-19 Infektion

Kommentar der SGP: Die SGP unterstützt die Empfehlungen von BAG/Swissnoso/PIGS, SGGG und WHO, dass COVID-19 positive Mütter und ihre Neugeborenen grundsätzlich zusammen betreut werden können und dass Stillen erlaubt ist. Die günstigen Effekte von Stillen und Bindungförderung überwiegen die als gering eingeschätzten Risiken für das Neugeborene. Die SGP hält fest, dass für das individuelle Vorgehen in einzelnen Kliniken der Schweregrad von mütterlichen und neonatalen Komplikationen und die räumlichen Gegebenheiten für adäquate Isolationsmassnahmen zu berücksichtigen sind. Das Spitalhygieneteam vor Ort sollte immer in die Entscheidungsfindung einbezogen sein. Empfehlungen Swiss Noso

Massnahmen, um das Ansteckungsrisiko in den Praxen zu minimieren

Text Rundmail 3/2020 von Kinderärzte Schweiz mit freundlicher Nachdruckgenehmigung

  • Gesunde und akut kranke Kinder möglichst räumlich und zeitlich trennen: entweder am Vormittag gesunde Kinder behandeln und am Nachmittag kranke Patienten; oder zeitlich gestaffelte Konsultationen durchführen.
  • Zur Reduktion der Personenzahl in der Praxis soll nur das Kind mit Termin mit einer Bezugsperson in die Praxis kommen – Geschwisterkinder und andere Angehörige sollen zu Hause bleiben.
  • Termine sollen exakt eingehalten werden, um die Anzahl Personen in der Praxis, bzw. im Wartezimmer zu vermindern.
  • Mehr zeitliche Puffer einbauen, damit sich möglichst nicht mehrere Personen gleichzeitig im Wartezimmer aufhalten müssen.
  • Reguläre Vorsorgetermine und Impfungen in einem Zeitfenster für gesunde Patienten durchführen.
  • Falls möglich, nicht dringliche Konsultationen verschieben  ̶  jedoch soll nicht „alles“ wegtriagiert werden, damit man wirklich behandlungsbedürftige Kinder nicht verpasst (MPAs sollen mehr und grosszügiger bei Ärzten/-innen nachfragen).
  • Schuluntersuchungen verschieben, um eine hohe Anzahl von Personen zur gleichen Zeit in der Praxis zu vermeiden.

In der Praxis

  • Wenn Bezugspersonen Atemwegsinfektionen oder Fieber aufweisen, sollen sie der Praxis fernbleiben.
  • Jede/r soll sich nach Betreten der Praxis die Hände gründlich waschen (und falls genug Material vorhanden desinfizieren).
  • Alle Spielzeuge sollen aus der Praxis entfernt werden; Bezugspersonen können eigenes Spielzeug mitbringen, um ihr Kind zu beschäftigen. (Mögliche Ausnahme: „Hartes“ Spielzeug wie z. B. Duplo, welches in der Abwaschmaschine gereinigt/sterilisiert werden kann.)
  • Tragen einer chirurgischen Maske für Ärzte und MPAs bei Behandlung von Patienten mit Fieber und/ oder Atemwegserkrankungen.
  • Patienten mit Atemwegserkrankungen können einen Mundschutz tragen (falls ausreichend vorhanden).
  • Nach jedem Patienten Kontaktflächen desinfizieren.
  • Die Entnahme von Abstrichen in Arztpraxen wird nicht in allen Kantonen empfohlen. Wir verweisen auf die Empfehlungen der kantonalen Gesundheitsdirektionen und die Informationen des BAG für Gesundheitsfachpersonen.

COVID-19 und Ibuprofen

Die am 16. März zu diesem Thema publizierten Informationen sind am 23. März 2020 überarbeitet worden. Informationen vom 23. März 2020